Neu im Kino: Filmstarts am 11. März
Agora: Rachel Weisz rettet das Wissen der antiken Welt
Alexandria, 391 nach Christus: Rachel Weisz («Der ewige Gärtner») kämpft darum, das gesammelte Wissen der antiken Welt vor dem Untergang zu retten. Sie spielt in dem bildgewaltigen Epos «Agora» die hochgebildete Philosophin Hypatia. Ihr Sklave Davus gespielt von Max Minghella («Bee Season») - fühlt sich hin und her gerissen zwischen der Liebe zu seiner Herrin und der Chance auf Freiheit, wenn er sich dem Christentum anschließt. Minghella ist der Sohn des kürzlich gestorbenen Hollywood-Regisseurs Anthony Minghella («Der englische Patient») und der chinesischen Choreographin Carolyn Choa.
Fall 39: Renée Zellweger geht ins Horrorgenre
Im gruseligen Hollywood-Debüt von «Antikörper»-Regisseur Christian Alvart bekommt die engagierte Sozialarbeiterin Emily (Renée Zellweger) den «Fall 39» des misshandelten Mädchens Lillith auf den Tisch. Die Kleine scheint besonders brutale Eltern zu haben und behauptet, diese wollten sie umbringen und zur Hölle schicken. Als Emily nach einem Hilferuf des Kindes in dessen Elternhaus eilt, kann sie es gerade noch vor dem Tod im häuslichen Backofen retten. Sie nimmt das Mädchen bei sich auf. Doch das Engelsgesicht von Lillith (im Horrorgeschäft schon ein alter Hase: Jodelle Ferland) täuscht. Im Elternhaus des Kindes finden sich Kreuze, Schlösser an den Türen und weitere Merkwürdigkeiten. Emily, die selbst mit einem Kindheitstrauma belastet ist, gerät in einen Alptraum, als sie erkennt, dass das Kind alles andere als ein Unschuldsengel ist.
Ausnahmesituation: Berührendes Drama mit Harrison Ford
John Crowley (Brendan Fraser, «Teuflisch») und seine Frau Aileen (Keri Russell, «Der Klang des Herzens») könnten ein so schönes Leben führen, wenn ihre beiden Kinder nicht an einer unheilbaren Stoffwechselkrankheit, der Pompe'schen Krankheit, litten. Die Ärzte geben ihnen noch ein Jahr oder weniger, doch John will nicht so leicht aufgeben: Er setzt seinen Job aufs Spiel und konsultiert den Wissenschaftler Dr. Stonehill (Harrison Ford, «Firewall»). Er opfert alles, damit dieser rechtzeitig ein Heilmittel entwickelt, das die Kinder vor dem Tod bewahren könnte. Das bewegende Drama «Ausnahmesituation» über einen Vater, der aus Liebe zu seinen Kindern alles gibt, um ihnen zu helfen, wurde von Tom Vaughan («Love Vegas») verfilmt. Die Story beruht auf einem tatsächlichen Fall.
Die Fremde wirbt um Verständnis für Migranten
Mit ihrem Debüt will die Regisseurin Feo Aladag einen offeneren Umgang mit Migranten in Deutschland fördern: «Ein Mangel an Akzeptanz und Offenheit durch eine Mehrheitsgesellschaft erleichtert es einer Minderheit nie wirklich anzukommen», sagt sie. Der Film «Die Fremde» handelt von der jungen Deutsch-Türkin Umay (Sibel Kekilli, «Gegen die Wand»), die selbstständig werden und sich aus der unglücklichen Ehe mit ihrem Mann befreien will. Sie stößt dabei auf allerhand Widerstand, angefangen bei ihren Eltern und ihren Geschwistern, die mit ihrem Drang nach Freiheit absolut nicht klarkommen. Umays Brüder und ihr Vater sehen nur noch einen Ausweg: Sie müssen ihre Ehre mit dem Mord an der jungen Frau retten.
Anvil: Heavy Metal-Freundschaft
Auch wenn die kanadische Band Anvil nicht die ganz großen Erfolge erzielen konnte - die Freundschaft ihrer Mitglieder hat alle Probleme überstanden. Die Heavy-Metal-Band, die es schon seit Anfang der 1980er Jahre gibt, hatte sich einst den großen Durchbruch erhofft. Im Gegensatz zu den Scorpions, Bon Jovi und anderen aber blieb der Erfolg aus. Dennoch spielte sie weiter, mittlerweile seit mehr als 25 Jahren. Die Musiker mussten sich mit miesen Jobs über Wasser halten, was sie - den Sänger Steve «Lips» Kudlow und den Drummer Robb Reiner - noch mehr verbunden hat. Die Dokumentation «Anvil» von Sacha Gervasi soll nicht nur die Heavy- Metal-Fans ansprechen. Der bewegende Film über Freundschaft, die Höhen, Tiefen und Jahrzehnte überdauert, wird auch andere Zuschauer berühren.
Teufelskicker lösen Probleme auf dem Rasen
Moritz (Henry Horn) hat es nicht leicht. Seine Eltern haben sich getrennt, er musste mit seiner Mutter in eine neue Stadt zu seinem Großvater (Reiner Schöne, «Auf ewig und einen Tag») ziehen, und das dortige Fußballteam will ihn nicht aufnehmen. Dabei ist Fußball doch seine große Leidenschaft. Aber zum Glück gibt es noch die «Rooftop-Gang», die ganz schön verrückte Sachen macht. Als «Teufelskicker» mischen sie bald zusammen mit Moritz die Stadt auf, und sogar Opa Rudi lässt sich als Fußballcoach einspannen. Doch es steht noch das Pokalturnier aus, und da liegen bei allen die Nerven blank. Sogar Moritz Eltern treffen wieder zusammen, und es ist offensichtlich, dass beide schwer unter der Trennung leiden.
Jerry Cotton: Christan Tramitz in Nöten
Als der berühmt-berüchtigte Agent «Jerry Cotton» (Christian Tramitz, «Die Schatzinsel») vor seinem neuen Partner Phil (Christian Ulmen, «Maria, ihm schmeckts nicht») steht, kann er es nicht fassen. Ausgerechnet so eine nervige Quasselstrippe soll ihn bei der Verbrecherjagd unterstützen. Und das ihm, der doch eine glänzende Karriere vorzuweisen hat. Denn es gibt nur einen einzigen ungelösten Fall: den Tod des Gangsterbosses Sammy Serrano (Moritz Bleibtreu, «Der Baader-Meinhof Komplex»), dem er nie eine Tat nachweisen konnte. Dazu kommt, dass er jetzt noch selbst unter Mordverdacht steht. Nun bleibt ihm nur noch eines: seine Unschuld zu beweisen, mit dem blutigen Anfänger Phil an seiner Seite, und den Mörder Serranos schnellstens zu finden.
Ein Prophet: Gewalt und Aufstieg im Knast
Knallharte realistische Gewalt bringt der Franzose Jacques Audiard («Der wilde Schlag meines Herzens») in seinem neusten Werk auf den Punkt. Sein Gefängnisfilm «Ein Phrophet» zählte zu den besten Werken im Wettbewerb von Cannes und gewann den Großen Preis. Er war auch für einen Oscar für den besten ausländischen Film neben dem deutschen Beitrag «Das weiße Band» nominiert. Konsequente Brutalität ist hier kein Stilmittel, um das Publikum bei Laune zu halten, sondern treibende Kraft in der Entwicklung der Charaktere. Der junge Araber Malik (Tahar Rahim), der nicht schreiben gelernt hat, wird zu einer sechsjährigen Haftstrafe verurteilt. Im Gefängnis lernt er schnell, sich Befehlen der älteren Insassen zu beugen und erledigt wiederholt Missionen für César (Niels Arestrup, «Schmetterling und Taucherglocke»), den Anführer einer Gang. Doch Malik steigt schnell in der Gefängnis-Hierarchie auf, und weiß bald die neugelernten Spielregeln des organisierten Verbrechens für sich zu nutzen.
Ajami Oscarnominierter Nahost-Thriller
Nominert für den Oscar wurde die palästinensisch-israelische Koproduktion «Ajami» der Regisseure Scandar Copti und Yaron Shani, die die aktuelle Situation aller verfeindeten Bevölkerungsgruppen in Israel schildert. Bemüht um eine realistische und objektive Inszenierung, wird das Dramatische zugunsten der authentischen Darstellung in den Hintergrund gedrängt. Omar (Shahir Kabaha) verliebt sich in die Christin Hadir (Ranin Karim). Eine Liebe ohne Zukunft, denn er ist Muslim. Doch es gibt noch viel mehr Probleme in seinem Leben: Zum einen muss er eine Menge Geld auftreiben, um eine verfeindete Familie auszuzahlen. Zum anderen führt er ein Leben zwischen korrupten Polizisten, Rache, Gewalt, heimlicher Liebe, feindlich gesinnten Nachbarn und enormen Glaubenskonflikten.
Auftrag Rache: Mel Gibson in Action-Thriller
Ein verzweifelter Vater, der sich auf die Suche nach dem Mörder seiner Tochter Emma (Bojana Novakovic, «Drag Me To Hell») macht: Der altgediente Detektiv Thomas Craven (Oscar-Gewinner Mel Gibson, «Braveheart») ist Augenzeuge, als seine 24-jährige Tochter ermordet wird. Jeder ist überzeugt, dass Craven das eigentliche Ziel war, umso verbissener macht Thomas sich auf die Suche nach dem Mörder. Doch bald stößt er auf Hinweise, dass seine Tochter ein Doppelleben führte, und trifft auf den Regierungsagenten Darius (Ray Winstone, «Departed Unter Feinden»), der alles versucht, um die Beweise des Mordes zu vernichten. In dem spannenden Action-Thriller «Auftrag Rache» gibt Gibson unter der Regie von Martin Campbell («Casino Royal») als Racheengel eine hervorragende Probe seines Könnens ab.
Marc Rensings («Willkommen in Walhalla») Drama zeigt eindrucksvoll, wie Eifersucht einen Menschen seiner Umgebung entfremden und ihn schließlich sogar vernichten kann, wenn er sich von ihr in Besitz nehmen lässt. Richie (Christoph Letkowski, «Chaostage»), der eigentlich rundum zufrieden sein könnte, gerät immer mehr in einen Kontrollzwang gegenüber seiner hübschen Freundin Hannah (Nora von Waldstätten, «Tangerine»). Er versucht sich zwar mit «Parkour», einer Sportart, in der man ohne Sicherheit in irrsinnigem Tempo über und unter Bauten, Dächern und sonstigem hindurch jagt, abzulenken, aber seine Eifersucht frisst ihn langsam auf. Er merkt nicht, dass er nicht nur seine Beziehung, sondern auch seine Karriere aufs Spiel setzt und im Begriff ist, sein Leben komplett zu ruinieren.
Ay lav yu - I Love You, der Film: Türkische Komödie
Es gibt heutzutage immer noch Gebiete im Südosten der Türkei, im früheren Mesopotamien, die unbekannt, ungesehen, ungehört sind. Hier leben Kurden, Armenier und Assyrer in Dörfern, die auf keiner Landkarte dieser Erde verzeichnet sind. Ohne Strassen, Schulen, Krankenstationen - und ohne Ausweise. Der Film spielt in Tinne, kurdisch "Existiert nicht", in dem ein Bürgermeister den Entschluss fasst, wenigstens für seinen neugeborenen Sohn einen Ausweis zu erhalten. Er setzt ihn in der nächsten Stadt aus... Der Film verspricht mit seinem außergewöhnlichen Thema und seiner ironischen Komik zwei amüsante Stunden, in denen eine ungewöhnliche Liebesbeziehung die Hauptrolle spielt.
Aus der Vorwoche: Filmstarts am 4. März
Crazy Heart Musiker-Drama mit romantischem Touch - USA 2009
Alice im Wunderland Fantasy - USA 2010
Hier kommt Lola Kinderbuch-Bestseller verfilmt - Deutschland 2010
Schön bis in den Tod Horror - USA 2009
Engel mit schmutzigen Flügeln Anzügliches Drama um Motorradbräute - Deutschland 2009
Männer, die auf Ziegen starren Schwarze Militärsatire - USA 2009
Henri 4 Drama - Deutschland/Frankreich u.a. 2010
Der Räuber Thriller - Österreich/Deutschland 2009
Boxhagener Platz Drama - Deutschland 2010
Pink Taxi Dokumentarfilm/Gesellschaft - Deutschland 2009
Zwischen Himmel und Erde - Anthroposophie heute Dokumentarfilm - Schweiz 2009








