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Archiviert am
Montag, 23. August 04 |
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Doping: Korschanenko muss Gold hergeben Athen - Geherin Athanasia Tzoumeleka hat den Griechen den ersten Olympiasieg in der Leichtathletik beschert, die Russen müssen endgültig das Gold der gedopten Kugelstoßerin Irina Korschanenko hergeben und die Deutschen zeigten der Konkurrenz wenigstens ein Mal den Hammer.
Andrea Bunjes glänzte im Vorkampf der kraftstrotzenden Damen ebenso wie Leichtgewicht Melanie Seeger bei der Tortur auf dem heißen Asphalt. Die Potsdamerin, die sich auf der Strecke gleich drei Mal übergeben musste, jubelte über ihren fünften Platz. Zum Auftakt des vierten Wettkampftages im Olympiastadion nahmen zudem die „Könige der Athleten” das Zepter in die Hand. Nach den ersten drei Disziplinen 100 m, Weitsprung und Kugelstoßen führt der Amerikaner Bryan Clay im Zehnkampf mit 2843 Punkten vor dem Kasachen Dimitri Markow und Top-Favorit Roman Sebrle aus Tschechien. Bester von drei Deutschen war Florian Schönbeck (Regensburg) als Zwölfter (2545). Der dreifache Weltmeister Tomas Dvorak erlebte ein bitteres Aus. Der 32 Jahre alte Tscheche wurde im 100-m-Lauf nur Letzter und trat zum Weitsprung nicht mehr an. „Das war das Ende. Ich habe mich in Götzis an der Achillessehne verletzt”, sagte er. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat Korschanenko disqualifiziert und von den Olympischen Spielen ausgeschlossen. Dadurch erhält die Magdeburgerin Nadine Kleinert nachträglich die Silbermedaille, Gold geht an die Kubanerin Yumileidi Cumba. Korschanenko steht als Wiederholungstäterin vor einer lebenslangen Sperre. Die 30-Jährige hatte am vergangenen Mittwoch im antiken Olympia mit der Weltjahresbestweite von 21,06 m triumphiert. Bei der Kontrolle danach wurde in ihrem Urin das verbotene anabole Steroid Stanozolol gefunden. Tzoumeleka gewann in 1:29,12 Stunden überraschend das Gehen und wurde von den Zuschauern frenetisch gefeiert. Sie widmete ihren Sieg zumindest indirekt den griechischen Skandalsprintern. „Es hat mich motiviert, was mit Kostas Kenteris und Ekaterini Thanou geschehen ist. Ich bin überzeugt, dass sie keine Schuld haben”, sagte die Olympiasiegerin. Seeger kam nur 40 Sekunden später als Fünfte ins Ziel. „Ich habe mich voll ausgekotzt und bin so glücklich darüber, Wahnsinn”, meinte die 27-Jährige und kündigte an: „Schon nächstes Jahr will ich eine WM-Medaille.” Ihre Vereinskollegin Sabine Zimmer musste sich mit Rang 16 begnügen. Die favorisierte zweimalige Weltmeisterin Olimpiada Iwanowa aus Russland belegte Platz zwei vor der Australierin Jane Saville. Auch Hammerwerferin Bunjes vom SV Holtland glänzte. Die deutsche Meisterin kam im ersten Versuch auf die deutsche Jahresbestweite von 70,73 m und qualifizierte sich souverän für das Finale am Mittwoch. „Das ist das, was wir als Ziel ausgegeben hatten”, freute sich DLV- Leistungssport-Chef Rüdiger Nickel. „Wenn das ein Neuling macht, ist das besonders gut.” Auch die Frankfurterin Betty Heidler kam mit 69,81 m weiter. Hingegen schied ihre Vereinskollegin Susanne Keil mit 66,35 m aus. Vorkampfbeste war die Russin Olga Kuzenkowa mit 73,71 m. dpa
http://rhein-zeitung.de/a/sport/t/rzo81751.html |
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